Akumal / Mexico1999

Tauchbasis : Bahia Divers
Hotel : Bahia Principe Tulum
Jahr : 1999


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1999 flog ich zusammen mit Petra und Manfred, einem befreundeten Paar, in unserem Urlaub nach Mexico. Wir wählten das gerade neu eröffnete All-Inclusive-Hotel "Bahia Pricipe Akumal" in der Nähen von Tulum aus. Ich entschied ich mich hier, bei der Tauchbasis der Bahia Divers, meine Advanced-Tauchscheine zu absolvieren. Anschließend machte ich noch zwei Specialty-Tauchscheine, Nitrox und Deepdiving. Die Tauchgänge im Karibischen Meer bleiben mir unvergessen. Wir stolperten nahezu bei jedem Tauchgang über Meeresschildkröten. Teilweise tauchten wir in einem Abstand von 1 bis 2 Meter neben oder über Ihnen her. Sie ließen sich von uns, den Neoprene-Fischen überhaupt nicht stören. Bei einem dieser Tauchgänge, zusammen mit meinem Tauchlehrer, waren wir gerade dabei aus ca. 28 m Tiefe wieder auf zu tauchen und hatten bereits mehr als die halbe Strecke zur Oberfläche zurück gelegt. Plötzlich sehen wir wie von unten ein kleiner Fisch in einem 45 Gradwinkel sehr schnell heranschwimmt. Der kleine Fisch wurde verfolgt von einer Wasserschildkröte. (Ich wusste bis dahin nicht, wie schnell diese behäbig aussehenden Tiere doch schwimmen können) Als die Schildkröte uns bemerkt, ändert sie sofort ihre Richtung und schießt direkt auf uns zu. Als die Schildkröte ihren Irrtum bemerkt, und feststellt dass es sich bei uns Beiden nur um Neoprene-Fische handelt, machte sie sofort um 180 Grad wieder kehrt und war wieder genau so schnell abgetaucht wie sie erschienen war. Wir konnten uns vor lachen kaum noch kontrolliert auftauchen. Ich hatte nicht nur die Möglichkeiten vor Tulum und Akumal zu tauchen, sondern konnte auch an einem Tag die herrliche Unterwasserwelt von Cozumel erkunden. Aufgrund des manchmal etwas windigen Wetters Anfang Oktober mussten wir etwas umdisponieren. So durfte ich einige meiner Tauchgänge in den Cenoten Dos Ojos und Angelita absolvieren. Die Cenote Dos Ojos ist das zweit größte Höhlensystem unter Wasser der Welt. Zur Zeit sind bereits ca. 65 Kilometer dieses einzigartigen Höhlensystems erforscht. Ihr Kristallklares Süßwasser, die einzigartigen Tropfsteinformationen, wie Stalagmiten, Stalaktiten und Säulen faszinieren genau so wie die Licht- und Farbeffekte bei den verschiedenen Durchbrüchen. Siehe hierzu auch meine Video-Ausschnitte und den Bericht S 26 und folgende, in der Tauchen Ausgabe Nr 10 / 2000 ! Der Tauchlehrer sagte uns, dass wir in der Cenote Angelita unseren Tieftauchgang machen würden. Nach einer halbstündigen Autofahrt, parkten wir das Fahrzeug direkt hinter der Einfahrt, am Anfang des ursprünglichen Urwalds. Wir legten unsere Ausrüstung bereits am Fahrzeug an. Nach einem halbstündigen Fußmarsch erreichten wir einen kleinen "Tümpel" (wie wir Hamburger sagen würden). Es stellte sich heraus, dass die die Cenote Angelita war. Diese kleine See hat einen Durchmesser von ca. 60 - 75 Meter. Und hier sollten wir nun unseren Tieftauchgang machen ? Ja .... ! Das Oberflächenwasser schimmerte leicht grünlich. Nach dem abschließenden ausführlichen Briefing sprangen wir nun hinein in die Pfütze. Beim Abtauchen eröffnete sich nun einen völlig neue Welt für uns. Angelita ist fast kreisrund und ca. 56 Meter tief. Der obere Bereich ist bis auf eine Tiefe von ca. 26 Meter mit Süßwasser gefüllt. Dann folgt eine etwa 3 Meter dicke milchige und schwefelige Sprungschicht. Darunter wird es wieder sehr klar und das Wasser ist salzig und schwefelig. Aus der Tiefe ragt ein Hügel durch die milchige Sprungschicht. Es sieht aus wie eine kleine Insel, auf der einiges an Geäst und Bäumen herum liegt. In der Mitte der Cenote schwebt langsam ein Blatt von einem Baum herab. Man bringt unweigerlich dieses Blatt mit dem toten Geäst auf der Insel in Verbindung. Die milchige Schicht sieht aus als ob man gerade Milch kurz vorm Kochen umrührt. Mein Buddy und Tauchlehrer fragt noch mal ab ob alles OK ist. Dann geht es kopfüber durch die milchige Sprungschicht in die Tiefe. Nach einem kurzen Aufenthalt in ca. 37 Meter Tiefe machen wir uns nun wieder auf den Rückweg zur Oberfläche. Beim Durchtauchen der Sprungschicht fehlen den Anderen anfangs Oberkörper, Unterkörper und zum Schluss nur noch die Beine. Es ist gespenstisch, aber einfach genial. Wir machten hier noch unseren 2. Tauchgang als Multi-Level-Tauchgang oberhalb der Sprungschicht und hatte so noch ausgiebig Zeit dieses einmalige Erlebnis zu genießen.Siehe hierzu auch meine Video-Ausschnitte und den Bericht S 26 und folgende, in der Tauchen Ausgabe Nr 10 / 2000 !



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