Urlaubsbericht Madeira 2003

Ort: Canico de Baixo
Zeit : Anfang Oktober


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In diesem Jahr habe ich mich mit Christian als Buddy zusammen von Hamburg aus ins Urlaubs-Tauchabenteuer gestürzt. Gemeinsam haben wir uns kurzfristig für Madeira entschieden. Nachdem Christian die einschlägige „Fachliteratur“, wie die Tauchen und Unterwasser, studiert und sich im Reisebüro erkundet hatte, überprüften wir beide noch mal im Internet die möglichen Tauchspots und Tauchbasen.

Wir entschieden uns für den Ort Canico de Baixo. Dieser liegt direkt am Meer und ist direkt in die recht hügelige Landschaft hineingebaut.

Es standen verschiedene Hotels für uns zur Auswahl. So entschieden wir uns für das Hotel Oasis Atlantic, welches am anderen Ende des Ortes lag. Somit durften wir morgens erstenmal zur Tauchbasis hin- bzw. hinauf laufen. Das hat uns morgens ganz gut in Wallung gebracht. Dort angekommen konnten wir dann mit dem Fahrstuhl die 4 Etagen hinunter fahren und uns von dem anfangs beschwerlichen Fußmarsch ein wenig erholen. Am Anfang der zwei Wochen dauerte der Weg ca. 15 Minuten. Am Schluss nur noch 10 Minuten, nachdem wir erstenmal im Training waren.

Am Abflugtag hat alles super geklappt. Nachmittags im Ort und Hotel angekommen, haben wir uns gleich bei der Tauchbasis gemeldet. Stefan, der Basisleiter, hat uns kurz darauf mit unseren Tauchgepäck vom Hotel abgeholt. So konnten wir am ersten Tag bereits schon einchecken und am nächsten Morgen gleich unseren Checktauchgang machen. Anschließend durften wir dann, wie gewohnt allein als Buddyteam, die Gegend erkunden. Gleich bei unserem Nachmittagstauchgang ergab es sich, dass Stefan auf uns zukam und uns fragte ob wir nicht den Andreas mitnehmen könnten. Christian und ich hatten natürlich nichts dagegen. Und so ergab es sich das wir den ganzen Urlaub mit Andreas zusammen getaucht sind, eben als Dreierteam. (Auch als Christian wegen Ohrenprobleme drei Tage aussetzen mussten, d.h. 2 Tage ärztliches Tauchverbot hatte. Mit Andreas war es sozusagen ein Glücksfall : ca. geloggte 500 Tauchgänge und bereits das dritte Mal vor Ort, somit kannte er die Tauchplätze gut und übernahm von sich aus die Führung.

Anfangs erschien mir das Haustauchgebiet mit drei Tauchspots doch als ein bisschen zu wenig für meinen Geschmack. Des weiteren dachte ich mir, als ich das erste Mal meinen Kopf unter Wasser gesteckt hatte, "Ganz schön steinig und felsig hier". "Na das kann ja heiter werden“. Ich durfte meine ersten Eindrücke allerdings sehr schnell revidieren. Nachdem man sich das Tauchgebiet genauer erschlossen hatte, konnte ich feststellen welche Kleinode hier doch zu sehen und zu erleben waren, und musste meine Meinung sofort revidieren.

Wir hatten Braune Zackenbarsche bis ca. 1,5m , einen gelben Zacki der nur einmal im Jahr für ein paar Wochen vorbei kommt, Keulenanemonen mit Putzergarnelen, verschiedene Fischschwärme, einen großen Bärenkrebs, eine Mönchsrobbe und einen Schmetterlingsrochen uvm.

Zu meinem Bedauern wurden die Bootsausfahrten leider nicht so häufig angeboten wie in anderen Tauchregionen. Wir haben während der 14 Tage Aufenthaltes 4 Halbtagesfahrten machen können. Ich hätte gern noch weitere Tauchspots kennen gelernt und Fahrten unternommen. Ich möchte allerdings betonen, dass uns allein die Arena und der Lavafinger stets positiv überrascht und uns immer wieder zu weiteren Tauchgängen in diesen beiden Spots eingeladen haben.

Hier nun noch einige Details zur Tauchbasis selbst :
Es gibt im Ort zwei Tauchbasen, die Tauchbasis Atalaia im Hotel Roca Mar und das Manta Diving Center im Felsenstrandbad der Galo Resort Hotels.
Wir entschieden uns für das professionell geleitete und betriebene Manta Diving Center, welches direkt im Unterwasser-Nationalpark liegt. Die Crew, bestehend aus Stefan Thilo, Roll und Erich, war stets freundlich und hilfsbereit. Die Ausrüstung der Basis ist in einem sehr guten Zustand. Positiv überrascht war ich, als ich mir für den Nachttauchgang eine zweite Lampe geliehen habe und MB-Sub-Lampe mit drei Helligkeitsstufen bekam. Auch die standardmäßige Ausrüstung der Basis mit 12 l-Flaschen ist positiv hervor zu heben. Der Einstellraum für die Tauchklamotten und der Platz zum umziehen waren ebenfalls ok. Einzig wünschenswert wären einige Haken an der Wand, um die Handschuhe und Füßlinge tagsüber etwas trocknen zu können. Mein Vorschlag : Ein paar Haken hinter der Trockenstange an die Wand montieren.

Weiterhin positiv ist zu bewerten, dass Stefan einmal die Woche einen Dia-Vortrag über das Tauchgebiet vorträgt und ergänzend ebenfalls einmal die Woche abends einen Tauchertreff organisiert.

Auch das sogenannte „Dekobierchen“ kann nach dem letzten Tauchgang auf der Terrasse, kurz oberhalb der Basis, im nahegelegenen Restaurant eingenommen werden. Hierbei trifft sich der ein oder andere Taucher wieder, mit dem man dann weiter ins Gespräch kommt. Hierbei lernten wir dann verschiedene andere Taucher etwas näher kennen. An dieser Stelle schöne Grüße an Andreas, Silke und Bernd sowie Gitta und Ralf.

Nein, langweilig wurde es nun wirklich nicht !

Das Wetter spielte auch weitestgehend mit (mit Ausnahme von 2 richtigen Regentagen). Wir hatten Anfang Oktober am Tage noch 28 bis 26°C, Nachts 22 bis 20°C und Wassertemperaturen von 25 bis 23°C (Zum Ende des Urlaubes, Mitte Oktober, abnehmende Temperaturen). Aufgrund meiner Tauchaktivitäten habe ich von der Insel leider nicht viel gesehen. Außer das hier hauptsächlich älteres Publikum verkehrte. Das Essen in den nahegelegenen Restaurants war größtenteils hervorragend und das Hotel war auch in Ordnung. Allerdings habe ich einen ordentlichen weißen Sandstrand doch sehr vermisst (den gibt es auf der ganzen Insel nicht).

Alles in allem hat mir der Urlaub und das Tauchen sehr viel Spaß gemacht und somit kann ich nur jedem empfehlen einmal für mindestens 14 Tage nach Madeira zu fahren. Ich würde gern in ein paar Jahren wiederkommen.



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