Tauchplatzbeschreibung : "Strande bei Kiel"


Die Anfahrt :

Von Hamburg kommend, fährt man am besten die A1 bis zur Abfahrt Bargteheide. Hier biegt man ab auf die A21 und kommt direkt nach Kiel hinein. Nun sollte man auf der linken Spur halten und dem Straßenverlauf folgen, bis manschließlich auf den Abbieger Richtung Olympiahafen abfährt. Kurz hinter dem Olympiahafen biegt man rechts in die Strandstrasse ab und folgt dem Straßenverlauf ca. 500m bis auf dem ausgewiesenen Parkplatz auf der rechten Seite. Der Parkplatz ist gebührenflichtig ! Man ist gut beraten die moderate Parkgebühr zu entrichten, da gerade hier mehrmals am Tag kontrolliert wird und es anderenfalls deutlich teurer wird.

Der Parkplatz ist nur wenige Meter vom Strand entfernt. Man kann sich bequem am Auto umziehen und die paar Schritte zum Wasser gehen. Der Strand liegt genau zwischen dem strander Segelhafen auf der linken Seite und dem Olympiahafen auf der rechten Seite.

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Der Tauchplatz :

Das Tauchrevier von Strande ist eines der interessantesten der Ostseeküste. Es bietet dem Taucher vielfältige Möglichkeiten das breite Spektrum der Unterwasserwelt zu erforschen. Üblicher Weise taucht man zunächst von der Mitte der Bucht langsam richtung Außenmauer des Olympiahafens auf der rechten Seite zu, mit Kurs auf die beiden Stahlpfähle. Die Außenmauer des Olympiahafens besteht aus lauter aufgetürmten Steinbrocken, die den Olympiahafen vor starken Sturmbrechern schützen und den Fischen natürlichen Unterschlupf bieten. Auf dem Rückweg muss man sich entscheiden, ob man in Richtung Segelhafen durch das "grosse Loch" mit einer Tiefe von bis zu 7m taucht um kurz danach Peilung zurück zum Strand zu nehmen, oder aber bei den Pfählen links herum an der Spundwand zurücktaucht. Die Spundwand bietet hier zum Teil einige größere Löcher, die einen Blick in den Olympiahafen erlauben. Je nach Sonneneinstrahlung kann ein solcher Blick herrlich sein. Wählt man diesen Rückweg, so kann man auch einen Blick vorn am Tunnel des Fuhlenseeausflusses werfen. Der Fuhlenseeausfluss verbindet den Fuhlensee auf der anderen Seite der Bundesstrasse mit der Ostsee. In diesem Tunnel sind viele Krabben und zum Teil auch Aale zu finden. Auch hier sind in der Wand teilweise Löcher mit Blick nach draußen.

Achtung : Um den Tunnel überhaupt zu betauchen sollte man unbedingt die nötige Ausbildung wie z.B. einen Höhlentauchschein und Erfahrung aufweisen ! Außerdem dient der Tunnel als natürlicher Abfluss bei stärkeren Regenfällen für den Fuhlensee. Hierdurch kann die Sicht bei entsprechenden Regenfällen im gesamten Bereich der Stranderbucht stark verschlechtert werden, bis hin zur 0-Sicht !

Neben Klippenbarschen, Aalen, Seenadeln, Seeskorpionen etc. können hier auch gut mal Fadenschnecken beobachtet werden. Grundsätzlich ist die Bucht einfach zu betauchen und bietet gerade auch für Anfänger ideale Bedingungen. Nicht umsonst fahren hier auch Tauchschulen zur Freiwasserausbildung her. Für mich ist Strande einer der schönsten Tauchplätze überhaupt. Auch Nachttauchgänge sind hier ohne weiteres möglich.