Tauchplatzbeschreibung : "Badeanstalt Kiel-Holtenau"


Die Anfahrt :

Von Hamburg kommend, fährt man am besten die A1 bis zur Abfahrt Bargteheide. Hier biegt man ab auf die A21 und kommt direkt nach Kiel hinein. Nun sollte man auf der linken Spur halten und dem Straßenverlauf auf der Bundesstrasse 404 über die Hamburger Strasse über die Bundesstrasse 76 dem Theodor Heuss Ring folgen, um dann schließlich auf der Bundesstrasse 503 über die Brücke des Nord-Ostsee-Kanals ui fahren. Bei der Abfahrt Holtenau fährt man schließlich ab und folgt dem Straßenverlauf der Richthofenstrasse, Kastanienallee und biegt dann bei der scharfen Rechtskurve (ja !) links in die Kanalstrasse ein. Jetzt folgt man noch ein kleines Stück der Strandstraße, links vorbei am Leuchtturm. Kurz hinter dem Knick kann man direkt am Wasser hinter dem Schlepperanleger parken. Leider sind hier nur wenige Parkplätze vorhanden ! Ggf. sollte man vor der Badeanstalt kurz halten und das Tauchgepäck ausladen um dann anschließend den Wagen korrekt zu parken.

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Der Tauchplatz :

Die ehemalige öffentliche Badeanstalt wird heute als Sportboot- Tauch- und Segelschule vun Ingenieurbüro Michael Henrik Schmelter genutzt und betrieben. Gegen eine Gebühr von 4 Euro kann man die örtlichen Einrichtungen wie Dusche, WC u.ä. mit nutzen. Die Badeanstalt liegt direkt in der Kieler Förde am Eingang zu Nord-Ostsee-Kanal und direkt zwischen einen Betriebshofshafen, getrennt durch eine Spundwand, und auf der rechten Seite durch den Steg mit Anleger eines Schleppers. Die linke bewachsene Spundwand liegt wiederum im durch eine Tonne und ein Kreuz am Land markierten Sperrgebiet ! Auf der rechten Seite hin zum Anleger des Schleppers sind die Reste einer kleineren Spundwand.

Der Einstieg ist leicht über die Treppe der alten ehemaligen Badeanstalt zu bewältigen. Wir sind jedoch über die Leiter am Steg eingestiegen. Der Tauchplatz selbst liegt zwischen diesen beiden Spundwänden, bis hinaus in Richtung Fahrwasser. In den Bereichen der Spundwände sind Tiefen von ca. 3 bis 5 Meter zu erwarten. Wer weiter hinaus taucht kann aber durchaus bis in eine Tiefe von 8 bis 9 Meter vordringen.

Die linke Spundwand ist ganz nett bewachsen und durch die Öffnungen sind bei Sonnenschein herrliche Lichtspiele zu beobachten. Der Untergrund zwischen den beiden Spundwänden wechselt zwischen Sandig bis Schlick. Wir konnten hier sehr viele Miesmuscheln, Seesterne und Strandkrabben beobachten. Ansonsten empfand ich diesen Tauchplatz als nicht so sehr interessant. Ich bin der Meinung einmal gesehen und betaucht reicht.

Es sei nochmals darauf hingewiesen das sich die linke Spundwand eindeutig im Sperrgebiet befindet. Das Betauchen kann zu Ärger mit der Wasserschutzpolizei führen. Diesbezüglich wurden wir auch von der örtlichen "Tauchbasis" aufmerksam gemacht. Allerdings wird das Tauchen dort offenbar leidlich geduldet. Abschließend hier noch eine Bemerkung zu dem am Anleger befindlichen Schlepper. Als Taucher ist man gut beraten sich bei der Besatzung einmal kurz zu melden und ggf. über den geplanten Tauchgang abzusprechen. Die Besatzung verdient mit Schleppaufträgen ihr Einkommen und kann auch stets kurzfristig zum Einsatz gerufen werden. Deshalb reagiert sie wenn nötig auch durch rufen der Wasserschutzpolizei wenn sie durch Taucher am An- und Ablegen gehindert wird. Sie sind allerdings auch stets darauf bedacht das es gar nicht erst zu Zwischenfällen kommt. Ärger kann man jedenfalls ohne Probleme durch den Austausch ein paar freundliche Worte von vorneherein vermeiden. Ich jedenfalls habe ein freundliches Crewmitglied an dem Wochenende gesprochen und somit auch einen schönen Tauchgang ohne Stress gehabt.