Tauchplatzbeschreibung : "Friedrichsort in Kiel"


Die Anfahrt :

Von Hamburg kommend, fährt man am besten die A1 bis zur Abfahrt Bargteheide. Hier biegt man ab auf die A21 und kommt direkt nach Kiel hinein. Nun sollte man auf der linken Spur halten und dem Straßenverlauf auf der Bundesstrasse 404 über die Hamburger Strasse über die Bundesstrasse 76 dem Theodor Heuss Ring folgen, um dann schließlich auf der Bundesstrasse 503 über die Brücke des Nord-Ostsee-Kanals ui fahren. Bei der Abfahrt Friedrichsort fährt man schließlich ab und folgt dem Straßenverlauf der Boelckestrasse, Schusterkrug, Priesterstrand bis zum Ende der Christiansstrasse. Hier biegt man dann schließlich rechts in die Priesstrasse ab und gleich wieder rechts in das Skagerrakufer. Hier kann man nun bequem am Strassenrand parken und hat nur wenige Schritte zum Ufer. Leider gibt es hier keine öffentlichen Toiletten !

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Der Tauchplatz :

Das Tauchgebiet liegt hier eingebettet zwischen der Lindenauwerft auf der rechten Seite und dem Fähranleger Friedrichsort auf der linken Seite. Weiter links liegt das Gelände der Firma MAK. Getaucht werden kann im Bereich der alten Pfähle und Stege sowie von dort aus rüber Richtung Werftgelände. Es können hier ohne weiteres Tiefen von über 8.5 Meter erreicht werden.

Aufgrund des Fährverkehrs kann ich nur jedem Taucher dringenst anraten sich vor dem Tauchgang ersteinmal über die Fähranlegezeiten zu informieren und einmal ein Anlegemaneuver zu beobachten, da die Fähre sehr nahe dem Tauchgebiet kommt. Von Tauchgängen ins Fahrwasser ist aus Sicherheitsgründen abzuraten. Schiffe haben halt einen gewissen Tiefgang (auch Fährschiffe) ! Der Schiffslärm unter Wasser ist äußerst gewöhnungsbedürftig. Tauchanfänger sollten wenn überhaupt, dann nur in dem Bereich der alten Pfähle und Steganlagen aufhalten. In keinem Falle jedoch am Fähranleger !

Das Gebiet is sehr gut bei nördlichen Winden zu betauchen. Getaucht wird in südliche und westliche Richtung. Als Besonderheit gibt es ungefähr in der Verlängerung des intakten Angelsteges, auf Höhe der letzten Pfähle ein altes Bootswrack zu entdescken. Der herrliche Bewuchs der Pfähle mit Miesmuscheln und Brotkrumenschwämmen macht den Tauchgang bei Sonnenschein zu einem unvergesslichen Erlebnis. Neben einigen Flaschen des Wohlstandsmülls gibt es unter Anderem auch noch verschiedene Utensilien der Steganlage zu entdecken. Beim Betauchen des Bootswracks schaute ich von außen über die Bootswand ins Innere. Nachdem ich dort ersteinmal nicht interessantes entdecken konnte zog ich mich wieder auf die Außenseite zurück. In diesem Moment lugten gleichzeitig sechs Klippenbarsche von innen über die Bordwand, stellten dann konsterniert fest : Oh Gott ist ja nur ein "Neoprenefisch", und tauchten gleichzeitig zügig wieder ab. Allein diese bildliche Gegebenheit hatte bereits den Tauchgang zu einem ganz besonderen werden lassen !